Bistum Fulda

Weihbischof em. Johannes Kapp

Weihbischof Johannes Kapp wurde 1929 in Burguffeln bei Hofgeismar als Sohn eines Gutsinspektors geboren. Nach dem Besuch des Fuldaer Domgymnasiums absolvierte er von 1948 bis 1954 seine Studien an der Philosophisch-Theologischen Hochschule in Fulda und an der Theologischen Fakultät der Universität Bonn.   


Seine erste Anstellung nach der Priesterweihe führte ihn in das Bischöfliche Konvikt in Fulda, wo er bis 1958 als Assistent tätig war. Gleichzeitig war er Religionslehrer am Realgymnasium (heute Freiherr-v.-Stein-Schule). Danach wirkte er als Kaplan und von 1963 an als Pfarrer in Bad Orb. 1971 wurde er darüber hinaus zum Dechanten des dortigen Dekanates ernannt. Im März 1975 berief ihn Bischof Dr. Schick in das Fuldaer Domkapitel und bestellte ihn gleichzeitig zum Regens des Priesterseminars.  


Im Juli 1976 wurde er dann durch Papst Paul VI. zum Titularbischof von Melzi und Weihbischof in Fulda ernannt und am 12. September des gleichen Jahres im Hohen Dom konsekriert. 1977 folgte die Ernennung zum Bischofsvikar und gleichzeitige Übertragung des Amtes eines Personalreferenten für Priester und Ständige Diakone. 1980 vom Amt des Regens entpflichtet, wurde ihm die Leitung der neugeschaffenen Personalabteilung in der Diözesanverwaltung übertragen. Gleichzeitig wurde er zum Domdechanten ernannt. In dieser Eigenschaft hat er in der Großen Dombaukommission die umfangreichen Restaurierungsarbeiten an der Kathedralkirche entscheidend vorangetrieben. Am 1. September 1995 gab Weihbischof Kapp die Leitung der Personalabteilung ab. In der Bistumsverwaltung ist er weiter als Personalreferent für die Geistlichen und die Laien im pastoralen Dienst der Gemeinden tätig. Nach dem Tod von Erzbischof Johannes Dyba war Weihbischof Johannes Kapp der Diözesanadministrator. Am 23. September 2001 wurde er von Bischof Algermissen zum Bischofsvikar für Priester, Diakone und Laien im pastoralen Dienst ernannt. 


Im Sommer 2003 gab er die Leitung des Personalreferats für Geistliche ab. Bischofsvikar für die Ständigen Diakone blieb er bis Anfang 2009. Weihbischof Kapp hat in der Deutschen Bischofskonferenz neben seiner Zugehörigkeit zur Kommission für geistliche Berufe auch in der Kommission für liturgische Fragen mitgearbeitet.   


Von 1980 bis 2004 war Weihbischof Kapp Domdechant der Fuldaer Kathedralkirche. Während seiner Amtszeit wurden nicht nur der Dom innen und außen renoviert, sondern auch das Dommuseum neu eingerichtet und für das Kirchenmusikinstitut und die Chöre am Dom neue Räume geschaffen. Die Gründung der Fuldaer Mädchenkantorei und Domsingknaben, des heutigen Jugendkathedralchors, im Jahre 1989 ist wesentlich sein Verdienst. 


Weniger bekannt dürfte sein, dass auf Initiative Kapps und inspiriert von seinem Freund Prälat Alois Lang bereits vor über zwei Jahrzehnten mit den adventlichen Rorategottesdiensten der Jugend in der Fuldaer Stadtpfarrkirche begonnen wurde. Diese „Frühschicht“-Angebote, die bald auch für die Fastenzeit übernommen wurden, haben ein erstaunliches Echo gefunden. Mehrere hundert Jugendliche nehmen Jahr für Jahr daran teil.


Weihbischof em. Johannes Kapp, der das Bistum Fulda über Jahrzehnte entscheidend mitgeprägt hat, verstarb am Samstag, 22. September 2018, im Alter von 89 Jahren. Er stand im 65. Jahr seiner Priesterweihe und im 43. Jahr seiner Bischofsweihe. 

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