Diözesanadministrator Weihbischof Prof. Dr. Karlheinz Diez predigte an Weihnachten im Fuldaer Dom
Bistum Fulda
Diözesanadministrator Weihbischof Prof. Dr. Karlheinz Diez predigte an Weihnachten im Fuldaer Dom

„Hoffnung und Licht zu bringen, gehört zu Weihnachten!“

Diözesanadministrator Weihbischof Diez predigte an Weihnachten im vollbesetzten Dom

Fulda (bpf). „Hoffnung und Licht, Perspektiven und Chancen zu bringen, das gehört zu Weihnachten.“ Dies hob der Diözesanadministrator des Bistums Fulda, Weihbischof Prof. Dr. Karlheinz Diez, am Dienstag in Fulda hervor. Unter Bezugnahme auf die diesjährige Adveniat-Weihnachtsaktion stellte Diez in seiner Predigt im vollbesetzten Dom heraus, dass es gelte, Worten Taten folgen zu lassen. Er verwies auf das Beispiel von Schwester Helena Cespesdes Siabato aus Kolumbien, die in einem sozialen Brennpunkt von Bogotá konsequent mit kleinen Schritten gegen die Spirale von Gewalt und Drogen vorgeht. Solche Friedensarbeit sei Teil eines Programms, das Adveniat in Kolumbien umsetze. „Gott wurde einer von uns, damit wir Anteil am göttlichen Leben empfangen können – das ist die tiefste Botschaft von Weihnachten“, stellte der Weihbischof in seiner Predigt heraus. Wie Gott sollten auch die Menschen den Worten Taten folgen lassen.

Zu Beginn seiner Predigt hatte der Diözesanadministrator auf das Evangelium aus dem Johannes-Prolog hingewiesen: „Das Wort ist Fleisch geworden und hat unter uns gewohnt“. Man höre nichts von dem neugeborenen Kind in der Krippe, nichts von Maria und Josef, von den Hirten auf dem Feld. Vielmehr habe der Evangelist Johannes seine eigene Sprache, die Geburt Jesu zu verkünden. „Er führt uns in eine ganz andere Dimension. Das Wort ist Fleisch geworden und hat unter uns gewohnt. Diese Verkündigung des Johannes reicht weit zurück. Sie beginnt nicht in Bethlehem, sie geht vor die sichtbare Erschaffung der Welt zurück.“ Johannes gehe es um den absoluten Anfang, der Jesus Christus sei. Im griechischen Originaltext stehe für „Wort“ „Logos“. „Logos ist die ewige Weisheit Gottes, und wenn dieses Logos, dieses Wort, Fleisch geworden ist, heißt das, Christus war schon vor aller Zeit bei dem Vater und mit dem Heiligen Geist im Geheimnis der Dreifaltigkeit verbunden.“

Unter Rückgriff auf den Theologen Romano Guardini (1885-1968) fragte der Weihbischof danach, warum Gott in die Geschichte der Menschheit eingetreten sei. Denken allen komme hier nicht weiter. „Die Liebe hat ihr eigenes Warum und Wozu.“ Die Liebe Gottes zeige sich daran, dass er für die Menschen Mensch geworden sei. Es gebe Taten, die durch das Denken allein nicht zu verstehen seien. Liebe sei nie berechnend. Die wirklich großen Dinge in der Geschichte der Menschheit seien nicht aus dem Denken heraus geschehen, sondern seien aus dem Herzen gekommen. Weihbischof Diez drückte es sodann mit den Worten der heiligen Hildegard von Bingen (1098-1179) aus: „Gottes Sohn wird Mensch, damit der Mensch Heimat habe in Gott.“

25.12.2018


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